Okt 122015
 

„Geiz ist geil“ sagt die Werbung. Und die Kunden sehen das genau so. Zum Thema Ersatzteile will das aber nicht recht passen. Besonders dann nicht, wenn es um „extrem günstige“ Ersatzteile für Notebooks geht, die man z.B. bei eBay bestellen kann, und die dann aus Hong Kong geliefert werden.

So hatte ich kürzlich eine Anfrage für die Reparatur eines Notebooks, ähnlich wie ich es auch hier beschrieben habe. Der Kunde hatte das gelesen und wollte sein Notebook ebenfalls von mir repariert haben. so weit, so gut.

Mein Kostenvoranschlag gefiel dem Kunden dann leider gar nicht, denn das Original-Ersatzteil, dass ich ihm für 45 Euro angeboten hatte, könnte man bei eBay ja auch für 12 Euro bekommen, sogar inklusive Versandkosten, meinte er. Prinzipiell hätten wir das Experiment durchaus wagen können. Doch was wäre passiert, wenn ich mehrere Stunden damit beschäftigt gewesen wäre, das Notebook zu zerlegen, um dann beim Zusammenbau festzustellen, dass das „günstige“ Ersatzteil aus China (oder Taiwan oder,… ) doch nicht passt? Die Zeit hätte ich ihm trotzdem berechnet. Das wiederum wollte der Kunde gar nicht einsehen, denn so bestünde ja die Gefahr, dass er für eine Reparatur bezahlt, die keinen Erfolg hat.

Das Originalteil war ihm dennoch zu teuer und so verzichtete er auf die Reparatur mit dem Hinweis, es gäbe schließlich genug andere Computerleute, denen er sein Geld geben könnte. Wer auch immer der Kollege ist, der diesen Auftrag annimmt: Ich wünsche viel Erfolg!

Meine Freizeit ist mir dafür zu schade. Denn nicht vergessen: ich mache das „nur“ nebenberuflich.